Dein Problem ist nicht die Idee, sondern die Umsetzung
Wenn du Mutter bist und dein eigenes Business starten willst, ist der Weg vom Bauchgefühl zum ersten echten Angebot oft der schwierigste Schritt. Viele Gründerinnen bleiben monatelang in der Ideenphase hängen, nicht, weil sie nicht gut genug wären, sondern weil die Anforderungen an den Alltag völlig unrealistisch sind.
Du möchtest ein Angebot, das:
- zu deiner Zeit passt,
- deiner Zielgruppe wirklich hilft,
- und dir Umsatz bringt, aber gleichzeitig nicht so groß ist, dass du Monate dafür brauchst.
Die Realität?
Viele Mütter trauen sich nicht, ein erstes Angebot zu veröffentlichen, weil sie denken, dass es perfekt, umfangreich und „professionell“ aussehen muss.
Doch die Wahrheit ist:
Ein gutes Startangebot ist nicht perfekt, sondern klar, fokussiert und umsetzbar.
In diesem Artikel zeige ich dir die 7 Schritte, mit denen du ein profitables Startprodukt entwickelst, das in deinen Familienalltag passt und dir gleichzeitig Selbstbewusstsein, Struktur und erste Einnahmen bringt.
Die 7 Schritte zu deinem profitablen Startprodukt
1. Schritt: Beginne beim Problem, nicht bei der Idee
Die meisten Anfängerinnen starten mit einer Idee wie:
- „Ich mache einen Kurs über XY.“
- „Ich biete Coaching zu XY an.“
- „Ich erstelle Social-Media-Pakete.“
Doch das Problem ist:
Ideen verkaufen sich nicht. Problemlösungen verkaufen sich.
Frage dich:
- Welches Problem hat meine Zielgruppe wirklich?
- Wo fühlt sie Schmerz, Stress, Überforderung?
- Was wünscht sie sich stattdessen?
Ein profitables Angebot entsteht dort, wo Not und Nachfrage sich treffen, nicht dort, wo du „irgendwas Schönes anbieten willst“.
2. Schritt: Wähle ein kleines, klares Zielergebnis
Der größte Fehler beim ersten Angebot ist, dass Gründerinnen viel zu große Versprechen machen.
Ein Startprodukt ist klein, aber wirkungsvoll.
Beispiele:
Statt
❌ „Ich helfe dir, dein ganzes Business aufzubauen“
lieber
✔️ „Ich helfe dir, dein erstes Angebot zu definieren.“
Statt
❌ „Ich mache deinen kompletten Social-Media-Auftritt“
lieber
✔️ „Ich erstelle dir 10 Content-Vorlagen für deinen Start.“
Statt
❌ „Ich mache eine große Website“
lieber
✔️ „Ich erstelle dir eine 1-Seiten-Landingpage.“
Das Ziel:
Ein konkretes Ergebnis in kurzer Zeit.
Das gibt dir Struktur und der Kundin Sicherheit.
3. Schritt: Bestimme den Produkt-Typ passend zu deiner Zeit
Als Mama ist Zeit deine knappste Ressource.
Deshalb muss dein Angebot in deinen Alltag passen.
Drei ideale Startprodukt-Typen:
- 1:1 Dienstleistungen (schnell umsetzbar, klarer Rahmen)
- Done-for-you-Angebote (z. B. Templates, Layouts, Audits)
- Mini-Digitalprodukte (PDF, Checkliste, Mini-Workshop)
Wichtig ist nicht, was „der Markt“ sagt.
Wichtig ist: Was kannst du realistisch liefern?
4. Schritt: Entwickle eine einfache, klare Angebotsstruktur
Ein Angebot braucht Struktur, aber keine Doktorarbeit.
Die Basis:
- Problem deiner Kundin
- dein Lösungsweg
- Ergebnis
- Dauer
- Preis
- Rahmenbedingungen
Du musst nicht alles im Detail planen.
Du brauchst nur einen klaren Ablauf.
5. Schritt: Teste dein Angebot, bevor du es aufwendig baust
Hier scheitern viele:
Sie entwickeln erst ein Angebot komplett aus, produzieren Inhalte, bauen eine Landingpage – und merken erst dann, dass niemand kauft.
Die Lösung:
Erst testen, dann bauen.
Das bedeutet:
- mit echten Menschen sprechen
- Beta-Kundinnen anfragen
- eine Story posten, um das Interesse abzuchecken
- ein kurzes Live-Gespräch führen
Wenn niemand Rückfragen stellt oder Interesse zeigt, brauchst du Anpassungen, aber keine Panik.
Das gehört dazu.
6. Schritt: Kalkuliere einen Preis, der realistisch und nachhaltig ist
Viele Mütter machen ihr erstes Angebot viel zu günstig, weil sie denken:
- „Ich bin neu.“
- „Ich bin Mama, ich kann nicht mehr verlangen.“
- „Ich brauche erst Erfahrung.“
Aber ein zu niedriger Preis führt zu:
- Überlastung
- wenig Wertschätzung
- Stress durch zu viele Kundinnen
- fehlender Professionalität
Stell dir zwei Fragen:
- Wie viel Zeit investiere ich?
- Was ist das Ergebnis für die Kundin wert?
Ein Startangebot liegt oft zwischen 49 € (Mini-Produkt) und 400–900 € (1:1-Angebote).
7. Schritt: Starte sichtbar – auch wenn es sich unperfekt anfühlt
Der wichtigste Schritt, den die wenigsten gehen:
Veröffentliche dein Angebot.
Auch wenn:
- dein Branding noch nicht fertig ist
- du noch keine 100 Follower hast
- du dich noch unsicher fühlst
Sichtbarkeit schlägt Perfektion.
Mach einen Post, schicke eine E-Mail, erzähle Freunden davon.
Es ist egal, wie du startest – es ist nur wichtig, dass du startest.
Meine eigenen Erfahrungen: Warum mein erstes Angebot mein größter Lernmoment war
Als ich selbst gestartet bin, wollte ich alles perfekt machen. Ich habe Wochen damit verbracht, ein Angebot „richtig groß“ zu planen:
komplex, umfangreich, teuer, professionell.
Und dann?
Ich habe es nie veröffentlicht.
Erst als ich ein kleines Startprodukt entwickelt habe, mit wenig Aufwand, aber klarem Ergebnis, kam Bewegung in mein Business:
- Die ersten Kundinnen kamen
- Ich bekam Feedback
- Ich wurde selbstbewusster
- Ich verstand, was meine Zielgruppe wirklich braucht
- Mein Geschäftsmodell wurde klarer
Das kleine Startangebot wurde später die Grundlage für mein großes Signature-Angebot.
Aber ohne diesen ersten Schritt wäre ich niemals dort angekommen.
Fazit: Ein Startangebot ist kein Meisterwerk, es ist ein Lerninstrument
Dein erstes Angebot muss nicht perfekt sein.
Es muss funktional sein:
- klar
- lösungsorientiert
- umsetzbar
- testbar
Es bringt dir:
- erste Einnahmen
- Struktur
- Klarheit
- Selbstbewusstsein
- echte Kundenerfahrung
Und das ist der beste Start, den du als selbstständige Mama haben kannst.
FAQ
1. Was ist, wenn ich noch keine klare Idee habe?
Beginne beim Problem deiner Zielgruppe. Eine Lösung ergibt sich fast automatisch daraus.
2. Wie groß sollte mein erstes Produkt sein?
So klein wie möglich, so wirkungsvoll wie nötig. Ziel: ein Ergebnis in kurzer Zeit.
3. Was mache ich, wenn sich niemand meldet?
Dann ist dein Angebot nicht schlecht, sondern noch nicht klar oder sichtbar genug. Nachjustieren gehört dazu.
4. Brauche ich für mein Startprodukt eine Website?
Nein. Eine einfache Instagram-Story oder ein PDF reicht zum Start.
5. Sollte ich Beta-Preise anbieten?
Ja – aber nicht zu billig. Der Beta-Preis sollte immer wertschätzend sein.
